Zuwanderung 2017 - Rückblick und Ausblick 2018

Statistisches

Im Vergleich zur Hochphase der Zuwanderung in den Jahren 2015-2016 ist die Zahl der Einwanderer wieder auf das Niveau von 2014 gesunken. Stand November 2017 beträgt die Zahl der Einwanderer nach Deutschland in diesem Jahr 207.157, 2/3 weniger als noch im Vorjahr. Ein Viertel der gestellten Asylanträge gab es im Land Nordrhein-Westfalen, Bremen ist mir nur knapp über 2.000 Schlusslicht. Über 50 Prozent der Zuwanderer stammen aus der Gruppe der 18-30 jährigen sowie Kinder unter 4 Jahre. Die meisten Zuwanderer stammen aus dem Nahen Osten und Afrika. Unter anderem sind zahlreich vertreten:

  • Syrien
  • Irak
  • Afghanistan
  • Eritrea
  • Somalia
  • etc.

Probleme von Zuwanderung

Flüchtlinge auf dem MeerEine der größten Herausforderungen der Flüchtlingskrise ist die Integration der Zuwanderer in den deutschen Arbeitsmarkt. Vor allem bei Einwanderern aus nicht-europäischen Ländern erschweren die meist fehlende oder nicht nachweisbare schulische oder berufliche Ausbildung sowie fehlende Deutschkenntnisse eine unmittelbare Integration in das Arbeitsleben. Bürokratische Hürden sowie eine Residenzpflicht, nach der geduldete Einwanderer sich nur innerhalb eines bestimmten regionalen Bereichs bewegen dürfen, sind keine Hilfe. Dies führt dazu, dass viele Zuwanderer zu Beginn auf Sozialhilfe angewiesen sind, zu Lasten der Kommunenen. Im Vergleich zu 2014, also vor der Flüchtlingskrise, erhöhten sich die Sozialausgaben um 10 Milliarden Euro.

Des Weiteren herrscht in der Bevölkerung eine Unruhe und Unsicherheit über die Auswirkungen der Zuwanderung, teils durch mediale Fehlinformationen, teils durch eine mangelhaften und zu langsamen Handhabe im Umgang mit den Einwanderern. Über 50 Prozent der Deutschen gaben Zuwanderung als ihre größte persönliche Sorge an. Die Angst vor Verlust ihrer Arbeitsplätze sowie den finanziellen Auswirkungen der Flüchtlingskrise ist in einem Großteil der Bevölkerung zu spüren. Jedoch lässt sich Zuwanderung und Integration nur als Gesellschaft im Ganzen lösen, weshalb ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Politik und Bürgertum unabdingbar ist.

Aussicht auf 2018

Durch das Recht auf Familiennachzug könnte die Zahl an Einwanderern in 2018 noch einmal leicht steigen. Alleine 390.000 haben 2018 Anspruch, ihre Familien nachzuholen. Jedoch lässt sich nicht kalkulieren, wie viele tatsächlich von ihrem Recht Gebrauch machen und wie vielen Anträgen stattgegeben wird. Experten schätzen die tatsächliche Anzahl an Nachzüglern jedoch deutlich geringer ein als zunöchst angenommen.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, dass die unruhige Lage der Zuwanderung sich etwas entspannt. Nach den überdimensionierten Jahren 2015 und 2016, hält sich der Einwanderungsstrom in diesem Jahr in überschaubaren Grenzen. Auch 2018 ist trotz des Rechts auf Familiennachzugs nicht mit einer erneuten Explosione´der Zuwanderungszahlen zu rechnen.